Frau füllt am Küchentisch eine Wochen-Dosierbox für ihre Tabletten

Stress im Alltag mit Dauermedikation: 5 Stressfallen und wie Sie sie entschärfen

Sie sind damit nicht allein: Laut TK-Stressreport 2025 fühlen sich 66 % der Menschen in Deutschland häufig oder manchmal gestresst.1 Bei Dauermedikation kommt eine Aufgabe dazu, die nie ganz Pause hat: Einnahme, Vorrat, Rezept. Das Gute: Meist helfen kleine Änderungen, keine großen Vorsätze.

1. Hektik am Morgen

Mann in Eile im Flur, im Vordergrund eine Dosierbox neben der Kaffeemaschine
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Zähne putzen, Kaffee, Kinder, Termine: Unter Zeitdruck geschieht die Tabletteneinnahme nebenbei, und dann vergisst man sie. Stress im Alltag ist laut Apotheken Umschau ein häufiger Grund dafür, dass Einnahmen vergessen werden.2

Und das Stresshormon Cortisol? Es versetzt den Körper bei Stress in Alarmbereitschaft. Danach sinkt es normalerweise von selbst wieder, Sie müssen es im Alltag in der Regel nicht aktiv „senken“.3

Das hilft: Legen Sie die Tabletten dorthin, wo Sie morgens ohnehin zuerst hingehen, zum Beispiel neben die Kaffeemaschine. Eine Wochen-Dosierbox zeigt Ihnen auf einen Blick, ob die Einnahme schon erledigt ist.2

2. Dauer-Multitasking

Frau am Schreibtisch zwischen Laptop, Handy und Notizzetteln
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Mehrere Dinge gleichzeitig zu erledigen fühlt sich effizient an. Das Gehirn arbeitet aber nicht wirklich parallel: Eine Studie der Universität Halle-Wittenberg zeigte, dass auch nach bis zu zwölf Tagen Training zwei Aufgaben nicht gleichzeitig verarbeitet werden. Schon kleine Änderungen erhöhten die Fehlerquote.4

Das hilft: Nehmen Sie Wiederkehrendes aus dem Kopf. Ein fester Tag für die Medikamenten-Kontrolle, eine Erinnerung im Handy und ein Platz für das Rezept genügen. Dann müssen Sie nicht ständig daran denken. Auch beim Rezept gibt es digitale Helfer: Mit Diensten wie der MYA App fragen Sie das Folgerezept in wenigen Klicks bei Ihrer eigenen Arztpraxis an, ohne Anruf und Warteschleife. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet dann, ob sie oder er das E-Rezept ausstellt.

Ihre 3-Minuten-Routine

  • Einmal pro Woche Dosierbox füllen
  • Vorrat prüfen, bevor die Packung leer ist
  • Erinnerung im Handy für das nächste Rezept
  • Wird der Vorrat knapp: Folgerezept digital anfragen, zum Beispiel mit der MYA App

3. Schlafmangel

Nachttisch am Abend mit Wasserglas, Dosierbox und Wecker
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Wer schlecht schläft, fühlt sich tagsüber müde und erschöpft, und die Konzentration fällt schwerer.5 Arbeitsmedizinische Fachleute der US-Behörde NIOSH beschreiben, dass Müdigkeit auch Aufmerksamkeit und Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen kann.6 Dann wird auch der Gedanke an die Tablette schneller vergessen.

Das hilft: Eine feste Abendroutine, auch für die Abendtabletten, und eine Erinnerung am Handy oder Wecker.

Hinweis: Wenn Sie über längere Zeit schlecht schlafen, sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt.

4. Emotionaler Druck

Tochter und Mutter sitzen mit Tee am Tisch, die Tochter hält ein Smartphone
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Sorgen um die eigene Gesundheit, um Angehörige, hohe Ansprüche an sich selbst: „Hoher Anspruch an sich selbst“ ist laut TK-Stressreport mit 61 % der meistgenannte Stressfaktor.1 Besonders hoch ist die Belastung bei pflegenden Angehörigen: Laut WIdO-Befragung 2025 gelten 43,3 % von ihnen als hochbelastet.7

Das hilft: Geben Sie Aufgaben ab oder teilen Sie sie. Wer Medikamente für einen Angehörigen organisiert, sollte sich Zeit und Hilfe holen und nicht alles allein tragen.

5. Der Vorrat geht aus

Mann sitzt entspannt auf dem Sofa mit Handy, vor ihm eine Dosierbox
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Die letzte Tablette ist da, und jetzt: Praxis anrufen, Warteschleife, Rezept abholen, zur Apotheke. Ein Experte der ABDA schätzt, dass rund die Hälfte der chronisch Kranken Medikamente nicht wie verordnet einnimmt.8 Ein offenes Rezept ist eine Aufgabe, die viele aufschieben.

Das hilft: Fragen Sie das Folgerezept rechtzeitig an, bevor die Packung leer ist. Das geht auch digital: Mit der MYA App stellen Sie die Anfrage an Ihre Arztpraxis in wenigen Minuten. Ihre Ärztin oder Ihr Arzt entscheidet und stellt das E-Rezept aus.

Mehr zu den Möglichkeiten finden Sie in unserem Artikel zum Folgerezept für Angehörige.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob und welches Rezept ausgestellt wird, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt.

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Quellen

  1. TK-Stressreport 2025, Techniker Krankenkasse, 26.11.2025
  2. Wichtige Medikamente regelmäßig einnehmen: So gelingt es, Apotheken Umschau, 21.06.2022
  3. Cortisol – ein Stresshormon, Apotheken Umschau, aktualisiert 28.09.2025
  4. Pressemitteilung zur Multitasking-Studie, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, 11.03.2026
  5. Schlafprobleme und Schlafstörungen (Insomnie), IQWiG, aktualisiert 03.07.2024
  6. Die weitreichenden Folgen arbeitsbedingter Müdigkeit, NIOSH/CDC, 27.04.2020
  7. WIdO-Monitor 1/2026: Lage pflegender Angehöriger, Wissenschaftliches Institut der AOK, 11.05.2026
  8. Therapietreue erhöhen: die wichtigsten Punkte, Pharmazeutische Zeitung, 07.09.2021 (Aussage von Prof. Martin Schulz, ABDA)