Frau K. (fiktive Person) sitzt lächelnd am Küchentisch und schaut auf ihr Smartphone

3 Routinen, die Ihren Medikamentenalltag einfacher machen

Dauerhaft Medikamente einzunehmen, zum Beispiel bei Bluthochdruck, ist für viele Alltag. Nach Daten des Robert Koch-Instituts hat geschätzt ein Drittel der Erwachsenen in Deutschland erhöhten Blutdruck.1 Viele müssen deshalb nicht nur ihre Tabletten im Blick behalten, sondern auch den Nachschub.

Beispiel: Frau K. (67, fiktive Person) steht stellvertretend für viele Menschen mit Dauermedikation. An ihrem Beispiel zeigen wir, wie sich der Alltag verändert hat.

Was Bluthochdruck bedeutet und welche Tipps im Alltag helfen, lesen Sie in unserem Artikel Bluthochdruck im Alltag.

Dauermedikation im Alltag: Warum der Nachschub so viel Aufwand bedeutet

Für Frau K. tut nichts weh. Aber ihr Alltag hat eine feste Struktur bekommen, die sie ständig mitdenken muss: täglich die Tabletten, regelmäßig Kontrolltermine, und immer im Blick, wie lange der Vorrat reicht. Laut test.de sind Vergesslichkeit und Überforderung häufige Gründe, warum Tabletten nicht planmäßig eingenommen werden.2 Setzen Sie Medikamente nie eigenmächtig ab, sondern sprechen Sie mit Ihrer Arztpraxis.

Früher: Folgerezept per Telefon und Papierrezept

Frau K. telefoniert im Flur mit einem Festnetztelefon und schaut skeptisch, neben ihr hängt eine Wanduhr
KI-generiertes Bild

Früher lief es bei Frau K. so: Tabletten fast leer, in der Praxis anrufen, oft mehrfach, weil die Leitung belegt war. Dann das Papierrezept abholen, weiter zur Apotheke, und dort manchmal erfahren, dass das Medikament gerade nicht da ist.

Das rosa Papierrezept gibt es nicht mehr. Seit dem 1. Januar 2024 ist das E-Rezept für verschreibungspflichtige Medikamente verpflichtend.3

Digitale Tools für den Medikamentenalltag: Skepsis ist verständlich

Frau K. war skeptisch: „Apps? Das brauche ich nicht.“ Zu kompliziert, zu unpersönlich. Das geht vielen so, und das ist verständlich. Inzwischen gibt es digitale Angebote wie MYA, die genau dafür gemacht sind, den Weg zum Folgerezept so einfach wie möglich zu halten. Frau K. musste dafür weder ihre Arztpraxis wechseln noch etwas Neues lernen, das sie überfordert.

Heute: Folgerezept digital anfragen und Medikamente nach Hause liefern lassen

Frau K. sitzt entspannt auf dem Sofa und nutzt ihr Smartphone, auf dem Tisch stehen eine Tasse und ein Paket
KI-generiertes Bild

Heute fragt Frau K. ihr Folgerezept bei ihrer eigenen Arztpraxis digital an. Die Praxis entscheidet, ob ein Folgerezept möglich ist oder ein Besuch nötig bleibt. Das E-Rezept löst sie digital ein, die Medikamente prüft die Partnerapotheke, und sie kommen bequem nach Hause. In der Regel fallen dadurch Telefonschleife, Weg zur Praxis und Weg zur Apotheke weg, und den Status sieht sie in der App.

3 Routinen für einen einfacheren Medikamentenalltag

Diese drei Routinen helfen Frau K., den Überblick zu behalten. Sie lassen sich auch ohne App umsetzen und passen zu jeder Dauermedikation.

Routine 1: Medikamentenvorrat regelmäßig prüfen

Einmal pro Woche kurz schauen, zum Beispiel am Sonntagabend: Wie lange reichen meine Medikamente noch? Alle Packungen prüfen und notieren, wann sie voraussichtlich aufgebraucht sind.

Routine 2: Folgerezept rechtzeitig anfragen

Nicht warten, bis die letzte Tablette übrig ist. Als Faustregel: anfragen, wenn der Vorrat noch für etwa eine Woche reicht, vor Feiertagen, Praxisurlaub und Reisen früher. Manchmal braucht die Praxis vorher einen Termin, etwa für eine Kontrolle.

Routine 3: Medikamente nach Hause liefern lassen

Das spart den Weg zur Apotheke, und man erfährt nicht erst vor Ort, dass etwas nicht verfügbar ist.

Für die Anfrage bereithalten: Name und Stärke des Medikaments, Ihre behandelnde Praxis, die eGK und Hinweise auf Veränderungen seit dem letzten Besuch.

So hängen die drei Routinen zusammen:

  • Einmal pro Woche: Vorrat prüfen
  • Bei etwa einer Woche Restvorrat: Folgerezept anfragen
  • Sobald das E-Rezept da ist: einlösen und liefern lassen

Sonderfälle: Lieferengpass, Reise und Medikamente für Angehörige

Das Medikament ist nicht lieferbar. Ändern Sie nicht selbst die Dosis und setzen Sie nichts eigenmächtig ab. Ihre Arztpraxis oder Apotheke klärt mit Ihnen, ob es eine Alternative gibt.

Sie verreisen. Planen Sie den Vorrat für die gesamte Reise plus Puffer, in der Originalverpackung und im Handgepäck.

Sie organisieren Medikamente für Angehörige. Mit MYA können Sie Medikamente für Angehörige verwalten.

Fazit: Nachschub organisieren ohne Dauersorge

Der Nachschub muss keine Dauersorge sein. Mit drei kleinen Routinen und einem einfachen digitalen Ablauf behalten Sie den Überblick. Wie Sie Alltagsstress rund um die Dauermedikation entschärfen, lesen Sie in Stress im Alltag mit Dauermedikation.

Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Ob ein Medikament, eine Dosierung oder ein Folgerezept für Sie geeignet ist, entscheidet Ihre Ärztin oder Ihr Arzt. „Frau K.“ ist eine fiktive Person und dient nur als Beispiel. Die Bilder in diesem Artikel sind KI-generiert.

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Quellen

  1. Hoher Blutdruck: Ein Thema für alle, Neuhauser H, Sarganas G, GBE kompakt 4/2015, Robert Koch-Institut
  2. Bluthochdruck: Tabletten planmäßig einnehmen lohnt sich, Stiftung Warentest, 27.09.2013
  3. Elektronisches Rezept (E-Rezept), Bundesministerium für Gesundheit